Rückblick Direktvermarktertag 2020
Mit Qualität und Regionalität überzeugen

Immer mehr Verbraucher wollen regionale Produkte kaufen. Regionaler als beim Landwirt nebenan kann man kaum einkaufen, aber wie werden auch Verbraucher aus der näheren Umgebung auf das Angebot aufmerksam?
Um diese und weitere interessante Fragen zu klären, hatte das Fachzentrum Diversifizierung und Strukturentwicklung vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Münchberg am 27. Januar 2020 zum 25. Oberfränkischen Direktvermarktertag nach Kleinlosnitz eingeladen. 25 landwirtschaftliche Direktvermarkter und die Beraterinnen der oberfränkischen AELFs im Bauernhofmuseum Kleinlosnitz waren gekommen.
Internetauftritt als digitalen Hofladen begreifen
Vincenzo Sollecito von der Firma REVOCIT in Goldkronach vermittelte den Besuchern einen kleinen Einblick in die Welt des Onlinemarketings. Beispielsweise verglich er eine Onlinepräsenz mit dem Bild eines Ladens in einer belebten Einkaufsstraße: Es reiche nicht aus, den Laden einfach zu eröffnen. Er müsse einladend gestaltet sein, Informationen anbieten und mit freundlichem Personal die Kunden überzeugen. Für die Direktvermarkter heiße das konkret: Eine Website und ein Onlineshop sind nichts anderes als ein digitaler Hofladen, in dem Kunden sich rund um die Uhr informieren oder einkaufen können.
Plattformen zur Vernetzung nutzen
Simone Fischer von der Landesanstalt für Landwirtschaft und Robin Ehrhardt vom Kompetenzzentrum für Ernährung stellten die Regionalplattformen "Komm hin wo´s herkommt" und "Wirt sucht Bauer" vor. Hier können Direktvermarkter sich präsentieren und Partner in der Gastronomie finden. Die Portale sind keine Verkaufsplattformen. Sie sollen helfen, Verbraucher und Erzeuger beziehungsweise Gastronomie und Erzeuger zusammenzubringen.
Urlaub auf dem Land vermarkten
Nach der Mittagspause stellte Norbert Heimbeck, Geschäftsführer der Genussregion Oberfranken, die Wichtigkeit des Agrotourismus in den Vordergrund. Hier können Besucher die Wertschöpfung in ihrer Vielfalt hautnah erleben. "Beim Essen kommen die Leute zusammen", stellt er fest, und das bleibe in Erinnerung. Abschließend erarbeiteten die Besucher in geleiteten Workshops Chancen und Möglichkeiten der Regionalportale, der Internetpräsenz und der Zusammenarbeit mit regionalen Tourismusverbänden.
Kulinarische Versorgung mit Beispielcharakter
Kulinarisch wurde der Tag von verschiedenen Direktvermarktern aus der Region begleitet. Zu Beginn wurden Käseplatten mit Käse direkt vom Bauernhof Franz, Ludwigsbrunn und Wurst sowie Häppchen aus Hoffmanns Hofladen in Wölbersbach gekonnt in Szene gesetzt. Das Mittagessen lieferte Familie Barthold aus Fletschenreuth. Für den Kuchen sorgte Helga Lang aus Osseck a. Wald.
Weitere Informationen zum Thema Direktvermarktung erhalten Sie beim Fachzentrum Diversifizierung und Strukturentwicklung am Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Münchberg sowie an allen zuständigen Stellen der oberfränkischen Ämter für Ernährung Landwirtschaft und Forsten.

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